Auditive Verarbeitungsstörung

Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmunsstörung

Mit dem Begriff auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS) werden Höreinschränkungen bezeichnet, die nicht durch Einschränkungen des Hörorgans selbst, begründet sind. Die auditive Verarbeitung und Wahrnehmung von Schallsignalen (Geräusche die im Ohr ankommen) findet im Anschluss an die erfolgte Schallaufnahme durch das Hörorgan statt. Eine Auditive Verarbeitungs- und/oder Wahrnehmungsstörung (AVWS) liegt vor, wenn bei normalem Tonaudiogramm, zentrale Prozesse des Hörens gestört sind.


Auffälligkeiten in den auditiven Teilbereichen:
Schwierigkeiten, einer Geräuschquelle zu folgen.
Schwierigkeiten, Reihenfolgen wiederzugeben.
Schnelles Ablenken durch äußere Reize.
Die Richtung, aus der das Gesprochene kommt, kann nicht ausfindig gemacht werden.
Schwierigkeiten, räumliche und zeitliche Angaben oder Angaben zu einer Abfolge zu verstehen.
Rhythmische Auffälligkeiten beim Singen, bei Reimen oder Gedichten.
Schwierigkeiten, sich kurze Liedtexte oder Gedichte einzuprägen.
Beantwortung von Fragen geschieht gar nicht oder nur verzögert.
Auffällig ist ein Kind, wenn es mit 5 Jahren noch viele Laute verdreht oder Probleme mit ähnlich-klingenden Lauten hat.
Unprosodisches (=unmelodisches), undeutliches und/oder verwaschenes Sprechen
Empfindliche Reaktion auf laute Geräusche.
Unaufmerksamkeit